Blastozystenkultur und Embryotransfer
in Bonn
Die Blastozystenbehandlung bezeichnet die Kultur einer befruchteten Eizelle bis zum sogenannten Blastozystenstadium. Dieses Entwicklungsstadium wird in der Regel am fünften Tag nach der Befruchtung erreicht und ist eine notwendige Voraussetzung für die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter und damit für das Entstehen einer Schwangerschaft.
Im Rahmen der Blastozystenkultur werden Embryonen gezielt bis zu diesem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium beobachtet und erst anschließend in die Gebärmutter übertragen.
Blastozystenkultur und Embryotransfer im Bonner Kinderwunschzentrum
Die Blastozystenbehandlung ermöglicht eine gezielte Auswahl von Embryonen, die das für die Einnistung entscheidende Entwicklungsstadium erreicht haben. Sie ist ein wichtiger Bestandteil moderner IVF- und ICSI-Behandlungen.
Ob eine Blastozystenkultur für Sie sinnvoll ist, klären wir gemeinsam im Rahmen einer individuellen Beratung.
Der Ablauf der Blastozystenbehandlung im Überblick
Gewinnung der Eizellen und Kultivierung
Zu Beginn der Blastozystenbehandlung werden mehrere reife Eizellen mittels Follikelpunktion aus dem Körper der Frau entnommen. Anschließend werden sie im Labor in ein spezielles Kulturmedium überführt, das exakt auf die jeweiligen Entwicklungsstadien abgestimmt ist.
Befruchtung und embryonale Entwicklung
Liegen die Eizellen und Spermien im aufbereiteten Zustand vor, werden sie zusammengeführt und in einen Inkubator überführt. Unter diesen kontrollierten Bedingungen können die Spermien die Eizellen befruchten.
Bereits etwa 20 Stunden später lässt sich erkennen, welche Eizellen erfolgreich befruchtet wurden. In diesem Schritt werden auch Zellen ausgewählt, die für eine mögliche Kryokonservierung infrage kommen.
Beobachtung bis zum Blastozystenstadium
In den folgenden Tagen wird die embryonale Entwicklung mikroskopisch engmaschig überwacht. Dabei wird beurteilt, welche Embryonen sich regulär über die verschiedenen Zellteilungsstadien hinweg weiterentwickeln und das Blastozystenstadium erreichen.
Embryonen, die sich nicht ausreichend weiterentwickeln, bleiben in einem früheren Stadium stehen und sind nicht transferfähig.
Wichtig: Die Blastozystenbehandlung verstößt nicht gegen das Embryonenschutzgesetz.
Embryotransfer
In Absprache mit dem Paar werden die entwicklungsfähigen Blastozysten in der Regel am fünften Tag nach der Eizellentnahme in die Gebärmutter übertragen. Der Embryotransfer erfolgt schonend und in der Regel schmerzfrei.
Etwa zwei Wochen nach der Eizellentnahme kann ein Schwangerschaftstest zeigen, ob die Behandlung erfolgreich war.
Gezielte Befruchtung bei eingeschränkter Spermienqualität
Möglichkeiten der Blastozystenkultur im Bonner Kinderwunschzentrum
Nach der Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium entsteht ein Embryo, der sich über mehrere Tage hinweg durch Zellteilung weiterentwickelt. Dabei durchläuft er verschiedene Entwicklungsstadien: vom Vorkernstadium über das Zwei- bis Vierzellstadium, das Achtzellstadium und das Beerenstadium (Morula) bis hin zur Blastozyste am fünften Tag.
Im Blastozystenstadium ist der Embryo in der Lage, sich in die Gebärmutterhöhle einzunisten. Das Erreichen dieses Stadiums ist eine notwendige Voraussetzung für eine Schwangerschaft.
Nicht alle befruchteten Eizellen entwickeln sich bis zur Blastozyste. Dies gilt sowohl für die Entwicklung im Körper als auch für die Entwicklung im Labor. Wird ein Embryo bereits in einem früheren Stadium in die Gebärmutter übertragen, kann er sich dort zwar theoretisch noch zur Blastozyste weiterentwickeln, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Weiterentwicklung höher, wenn bereits eine Blastozyste transferiert wird.
Aus diesem Grund erfolgt in der Blastozystenbehandlung in Bonn der Embryotransfer bewusst erst am fünften Tag nach der Eizellentnahme.
Ihre Bonner Expertinnen für Blastozystenbehandlung
Dr. med. Ulrike Bohlen und Dr. med. Eva-Maria Boogen sind erfahrene Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe, Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie.
Dr. Maria Köster ist Reproduktionsbiologin und Embryologin.
Die Praxisinhaberinnen und unsere Embryologin beraten Sie gerne persönlich zum Thema Blastozystenkultur und Embryotransfer in Bonn.
Häufige gestellte Fragen zur Blastozystenkultur und zum Embryotransfer
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Themen Blastozystenkultur und Embryotransfer
Worauf muss ich nach dem Embryotransfer achten?
Nach einem Embryotransfer sollten Sie extreme Temperaturen, wie sie in Saunen, durch heiße Bäder oder die Wärmflasche auf dem Bauch oder im Rücken verursacht werden, meiden. Zudem ist es ratsam, keine Sportarten mit Erschütterung und überhöhter Anstrengung, z.B. Tennis oder Joggen, nachzugehen. Normale Bewegung an der frischen Luft, schwimmen, eine gesunde Ernährung und Entspannung ist es, was Ihnen in der ersten Zeit nach dem Transfer und auch während einer Schwangerschaft guttut.
Muss ich nach dem Embryotransfer noch liegen bleiben und kann der Embryo aus der Gebärmutter fallen?
Da es sich bei dem Embryotransfer um einen Eingriff handelt, der einer normalen gynäkologischen Untersuchung ähnlich ist, können Sie sofort aufstehen. Die Gebärmutter mit der zum Zeitpunkt des Transfers ausgebildeten Schleimhaut umschließt den eingesetzten Embryo fest. Es handelt sich dabei um einen luftleeren Raum, weswegen der Embryo auch bei direkter Bewegung nicht mehr herausfallen kann. Auch zur Toilette dürfen Sie unmittelbar nach dem Embryotransfer gehen.
Wann findet die Einnistung eines Embryos statt?
Die Einnistung eines Embryos findet üblicherweise 5 bis 8 Tage nach der Befruchtung statt. Während dieser Zeit heftet sich der Embryo an die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) an und beginnt seine Entwicklung.
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