Häufig gestellte Fragen zum Kinderwunsch in Bonn

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zum Thema Kinderwunsch und der Behandlung in unserem Kinderwunschzentrum. Falls Sie weitere Fragen haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren.

Wir möchten Ihnen helfen, gut informiert und vorbereitet in Ihre Kinderwunschbehandlung zu starten. Deshalb haben wir die wichtigsten Fragen zusammengestellt, die uns in unserer täglichen Arbeit begegnen.

Allgemeine Fragen

Schwanger zu werden und zu bleiben, kann einige Zeit dauern. Wenn Sie bereits seit einem Jahr erfolglos versuchen, schwanger zu werden, empfehlen wir Ihnen sich bei uns vorzustellen. Wir können frühzeitig mit einer Diagnostik beginnen und Sie auf ihrem Weg zum Wunschkind unterstützen. Unter den folgenden Seiten finden Sie alle wichtigen Informationen über ein Erstgespräch, unsere Philiosphie und unseren Kontakt

Während der Behandlung möchten wir Ihnen ein sicheres und vertrautes Gefühl geben. Daher begleitet Sie primär eine behandelnde Ärztin auf dem Weg zur Schwangerschaft.

In Ausnahmefällen vertreten die kompetenten Kolleginnen der Praxis, welche selbstverständlich ebenso über Ihren Behandlungsverlauf informiert sind. Darüber hinaus haben Sie jederzeit die Möglichkeit, sich die behandelnde Ärztin auszusuchen.

Lernen Sie unser Team vorab kennen und finden Sie die passende Ansprechpartnerin für Ihren Weg.

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Die Behandlung bei uns beginnt mit dem Erstgespräch, in welchem wir die wichtigen Details für die Auswahl der richtigen Behandlung besprechen und dauert an bis zur Schwangerschaft.

Sobald wir im Ultraschall das schlagende Herz des Kindes sehen können, entlassen wir Sie mit allen notwendigen Unterlagen in die reguläre Schwangerschaftsvorsorge bei Ihrem niedergelassenen Gynäkologen.

Die Dauer von Erstgespräch bis zum positiven Schwangerschaftstest ist individuell und u.a. abhängig von Ihrem Alter, Lebensstil und Vorerkrankungen.

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Die Follikelpunktion in einem stimulierten Zyklus wird bei leichter Sedierung durchgeführt, um Schmerzen und Unbehagen zu minimieren. Alle weiteren Eingriffe und Untersuchungen benötigen in der Regel keinen Einsatz einer Sedierung.

Bei Bedarf, z.B. bei Angststörungen oder starker Schmerztendenz ist es jedoch auch möglich, bei anderen Eingriffen als der Follikelpunktion eine Sedierung vorzunehmen. Sprechen Sie uns in diesem Fall gerne an.

Die Anzahl der Ultraschalluntersuchungen, die während eines Zyklus durchgeführt werden, kann je nach Behandlungsmethode und individuellen Bedürfnissen der Frau variieren. In der Regel sind jedoch zwei bis vier Ultraschalluntersuchungen notwendig.

Die erste Ultraschalluntersuchung wird in der Regel zu Beginn des Zyklus durchgeführt, um sicherzustellen, dass keine Zysten oder andere Anomalien vorhanden sind, die die Behandlung beeinträchtigen könnten.

Die folgenden Ultraschalluntersuchungen werden durchgeführt, um das Wachstum der Eibläschen im Eierstock zu überwachen und den optimalen Zeitpunkt für die Auslösung des Eisprungs und/oder die Entnahme der Eizellen zu bestimmen.

Medizinische Grundlagen

Die Ursachen für eine Unfruchtbarkeit können vielfältig sein und sowohl durch Ihren Lebensstil als auch dem allgemeinen Gesundheitszustand abhängen. Rauchen, Alkoholkonsum und Übergewicht sind Gründe für eine Unfruchtbarkeit, die durch Sie selbst und meist ohne fremde Hilfe behoben werden können.

Ursachen für weibliche Unfruchtbarkeit:

  • Ovulationsstörungen: Probleme mit dem Eisprung können auf Hormonungleichgewichte, das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) oder andere Störungen zurückzuführen sein. Die Behandlung kann die Verwendung von Medikamenten zur Stimulierung des Eisprungs umfassen.
  • Blockierte Eileiter: Verstopfte oder blockierte Eileiter können den Transport der Eizelle erschweren. Eine operative Entfernung von Verwachsungen oder eine Reparatur des Eileiters kann in einigen Fällen helfen.
  • Endometriose: Bei Endometriose wächst Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter und kann die Eileiter oder Eierstöcke beeinträchtigen. Eine laparoskopische Operation zur Entfernung der Endometrioseherde kann die Fruchtbarkeit verbessern.
  • Gebärmutteranomalien: Fehlbildungen der Gebärmutter können die Einnistung eines befruchteten Eies erschweren. Je nach Art der Anomalie kann eine operative Korrektur in Erwägung gezogen werden.

Ursachen für männliche Unfruchtbarkeit:

  • Niedrige Spermienzahl oder -qualität: Dies kann auf genetische Faktoren, Hormonstörungen, Infektionen oder Lifestyle-Faktoren zurückzuführen sein. Die Behandlung kann eine Hormontherapie, chirurgische Eingriffe oder die Verwendung von assistierten Reproduktionstechniken (z.B. intrazytoplasmatische Spermieninjektion – ICSI) umfassen.
  • Verstopfte Samenwege: Blockierte Samenleiter oder andere Strukturen können den Samentransport behindern. Eine operative Korrektur oder die Entnahme von Spermien direkt aus den Hoden (TESE oder PESA) kann in Betracht gezogen werden.
  • Varikozele: Eine Erweiterung der Venen im Hodensack, bekannt als Varikozele, kann die Spermienproduktion beeinträchtigen. Eine chirurgische Korrektur oder Embolisation der Varikozele kann die Fruchtbarkeit verbessern.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Behandlung der Unfruchtbarkeit von Fall zu Fall unterschiedlich ist und von der spezifischen Ursache abhängt. In einigen Fällen kann eine IVF oder ICSI erforderlich sein.

Der weibliche Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Periode, also dem Tag, an dem Sie eine frische, hellrote Blutung vor 20 Uhr erkennen. Hierzu zählt nicht die Schmierblutung, welche vor der Periode eintreten kann.

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Medikamente & Anwendung

Wenn Sie ein neues Rezept benötigen, müssen Sie nicht unbedingt persönlich in die Praxis kommen. Bitte schreiben Sie uns eine Mail an info@kinderwunschzentrum-bonnerbogen.de oder rufen Sie uns unter 0228 3388200 an. Wir erstellen Ihnen gerne ein Folgerezept und senden Ihnen dieses per Post oder Mail zu.

Nicht alle Apotheken führen die in der Kinderwunschbehandlung notwendigen Medikamente. In der Regel können die Apotheken Ihnen die benötigten Medikamente jedoch zur Abholung am gleichen Tag bestellen. Sollte Ihnen auffallen, dass Sie ein Medikament bereits schneller benötigen, sprechen Sie uns gerne an. Wir nennen Ihnen dann gerne Apotheken, welche die Medikamente in der Regel vorrätig haben.

Kleine Luftbläschen in einer Spritze zur subkutanen (s.c.) Injektion sind unbedenklich. Zur Entfernung von größeren Luftansammlungen kann die Spritze mit der Nadel nach oben gehalten und vorsichtig mit dem Finger gegen die Spitze geklopft werden, um die Luft an die Oberfläche zu bringen, bevor sie aus der Spritze gedrückt werden kann.

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Nein, bei der Progesteroneinnahme ist keine feste Uhrzeit notwendig. Wir empfehlen das Progesteron entweder abends vor dem Schlafengehen oder morgens nach dem Aufstehen einzunehmen. Der genaue Zeitpunkt hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit. Wichtiger als die Uhrzeit ist die regelmäßige Einnahme als Teil Ihrer täglichen Routine.

Wir empfehlen die vaginale Anwendung, auch wenn die Packungsbeilage häufig die orale Einnahme nennt. Der Grund: Bei der vaginalen Applikation kann das Progesteron seine Wirkung direkt an der Gebärmutter entfalten, was im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung besonders vorteilhaft ist. Diese Empfehlung entspricht dem gängigen Standard in der Reproduktionsmedizin.

Besondere Erkrankungen

Endometriose ist eine gutartige, chronische Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter wächst. Dieses Gewebe kann sich zum Beispiel im Bauchraum, an den Eierstöcken, am Darm oder der Blase festsetzen und kann zu chronischen Entzündungen, Verwachsungen, Schmerzen und zu Einschränkungen der Fruchtbarkeit führen. Obwohl Endometriose die Chancen auf eine Schwangerschaft beeinträchtigen kann, bedeutet es nicht zwangsläufig, dass eine Frau mit dieser Erkrankung nicht schwanger werden kann.

Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist die häufigste hormonelle Störung bei Frauen im fruchtbaren Alter und gehört zum Alltag in unserem Kinderwunschzentrum. Unbehandelt kann es zu unregelmäßigen Menstruationszyklen, erhöhten männlichen Hormonen (Androgene) und einer Insulinresistenz führen. Die Folge ist eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit. Mit einer individuellen Behandlung ist eine normale Schwangerschaft trotz PCO-Syndrom möglich.

Das ovarielle Hyperstimulationssyndrom (OHSS) ist eine mögliche Reaktion der Eierstöcke auf die hormonelle Stimulation im Rahmen einer IVF- oder ICSI-Behandlung. Die Eierstöcke schwellen dabei übermäßig an, was in leichten Fällen mit Blähungen und Unwohlsein, in seltenen schweren Fällen mit Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum verbunden sein kann.

Schwere Verläufe sind heute dank moderner Stimulationsprotokolle sehr selten geworden und weil wir Sie während der gesamten Behandlung engmaschig begleiten und gemeinsam beobachten, können wir frühzeitig auf jegliche Reaktionen reagieren.

Sprechen Sie uns bei ungewöhnlichen Beschwerden wie starken Bauchschmerzen, Atemnot oder einer auffälligen Gewichtszunahme während der Stimulationsphase bitte umgehend an.

Antworten und Orientierung für Ihren Kinderwunschweg

Rund um eine Kinderwunschbehandlung entstehen oft viele medizinische, organisatorische und persönliche Fragen. Gute Informationen und verständliche Antworten können dabei helfen, mehr Sicherheit zu gewinnen und Entscheidungen leichter zu treffen.

Wenn Sie individuelle Fragen haben oder sich persönlich beraten lassen möchten, nehmen wir uns gerne Zeit für Ihre Anliegen und begleiten Sie vertrauensvoll auf Ihrem Weg zum Wunschkind.