Intrauterine Insemination (IUI)
in Bonn

Die IUI (intrauterine Insemination) ist ein bewährtes und besonders unkompliziertes Verfahren der assistierten Reproduktionsmedizin. Die Befruchtung erfolgt dabei im Körper der Frau. Zuvor wird die Samenflüssigkeit im Labor aufbereitet und direkt in die Gebärmutter eingebracht, um den Weg zur Eizelle zu verkürzen.

Die IUI eignet sich insbesondere bei leichten Einschränkungen der Spermienqualität oder bei Problemen im Bereich des Gebärmutterhalses. Im Vergleich zur IVF oder ICSI ist sie weniger aufwendig, jedoch auch mit geringeren Erfolgschancen verbunden.

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Wenn eine intrauterine Insemination in Betracht gezogen wird

Die intrauterine Insemination ist häufig der erste therapeutische Schritt in der Kinderwunschbehandlung. Sie wird empfohlen, wenn die Voraussetzungen für eine natürliche Befruchtung grundsätzlich gegeben sind, diese jedoch aus verschiedenen Gründen bisher nicht eingetreten ist.

Für viele Paare bedeutet dieser Schritt, sich erstmals intensiver mit medizinischer Unterstützung auseinanderzusetzen. Uns ist wichtig, diesen Übergang behutsam zu gestalten und transparent zu erklären, was die Insemination leisten kann und wo ihre Grenzen liegen.

Der Ablauf der intrauterinen Insemination im Überblick

Gewinnung der Spermien

Man unterscheidet zwischen zwei Formen der Insemination:

  • Homologe Insemination: Die Samenflüssigkeit stammt vom Partner der Frau. Eine Ehe ist nicht erforderlich, eine stabile Partnerschaft ist ausreichend. Die Spermaprobe wird in der Regel am Tag der Insemination gewonnen, entweder diskret vor Ort oder auf Wunsch auch zu Hause unter Einhaltung bestimmter Transportbedingungen.

  • Heterologe Insemination: Die Samenflüssigkeit stammt von einem Spender aus einer externen Samenbank. Wir verfügen über keine eigene Samenbank, beraten Sie jedoch umfassend und empfehlen Ihnen geeignete und bewährte Einrichtungen aus unserem Netzwerk.

Aufbereitung der Spermien im Labor

Nach der Gewinnung wird die Samenflüssigkeit in unserem Labor speziell aufbereitet. Dabei werden Verklumpungen, Fremdproteine und unbewegliche Spermien entfernt. Im sogenannten Swim-up-Verfahren werden die beweglichsten und befruchtungsfähigsten Spermien selektiert. Eine zusätzliche chemische Behandlung erfolgt nicht.

Übertragung in die Gebärmutter

Im letzten Schritt wird die aufbereitete Samenflüssigkeit über einen dünnen Katheter direkt in die Gebärmutter eingebracht. Dieser Vorgang ist in der Regel schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.

Die Insemination kann entweder im Spontanzyklus oder im hormonell unterstützten Zyklus erfolgen. Eine hormonelle Unterstützung ist sinnvoll, wenn Zyklusstörungen oder Eisprungprobleme vorliegen. Der optimale Zeitpunkt wird durch ein Zyklusmonitoring bestimmt.

Etwa 14 Tage nach der Insemination gibt ein Schwangerschaftstest Aufschluss über den Behandlungserfolg.

Gründe für eine Inseminationsbehandlung

Einsatz der intrauterinen Insemination im Bonner Kinderwunsch­zentrum

Im Bonner Kinderwunschzentrum empfehlen wir die intrauterine Insemination, wenn:

  • die Spermienzahl oder -beweglichkeit nur gering eingeschränkt ist

  • der Zervixschleim die Spermienwanderung erschwert

  • anatomische oder funktionelle Besonderheiten des Gebärmutterhalses vorliegen

Die Behandlung ist unkompliziert, nahezu schmerzfrei und gut verträglich. Welche Methode für Sie geeignet ist, klären wir gemeinsam im persönlichen Gespräch.

Ihre Bonner Expertinnen für intrauterine Insemination

Dr. med. Ulrike Bohlen und Dr. med. Eva-Maria Boogen sind erfahrene Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe, Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie.
Dr. Maria Köster ist Reproduktionsbiologin und Embryologin.

Unser Team berät Sie gerne persönlich und begleitet Sie kompetent durch alle Schritte der Inseminationsbehandlung. Unser Team berät Sie gerne persönlich und begleitet Sie kompetent durch alle Schritte der IVF-Behandlung.

Häufige gestellte Fragen zu IUI

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema intrauterine Insemination

Inseminationskosten (IUI Kosten) variieren je nach Art und Weise der Insemination teilweise deutlich. So ist eine Insemination während des Spontanzyklus deutlich günstiger als eine Insemination mit hormoneller Stimulation. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Ihre Krankenkasse einen bestimmten Anteil übernimmt.

Da diese Punkte von Fall zu Fall variieren, lässt sich keine pauschale Aussage über die treffen. Gerne informieren wir Sie in einem ausführlichen Erstgespräch über anfallende Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten. 

Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Insemination Erfolgschancen (IUI Erfolgschancen), womit sich an dieser Stelle keine pauschale Aussage treffen lässt. Als wichtiger Faktor lässt sich das Alter der Frau nennen – je jünger, desto wahrscheinlicher ist eine erfolgreiche Behandlung. Etwaige Einschränkungen des Mannes können zusätzlich die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung verringern. In einem Vorabgespräch besprechen wir gerne mit Ihnen gemeinsam alle möglichen Risikofaktoren.

Es gibt mehrere Voraussetzungen, die für eine Insemination erfüllt sein müssen.

Dazu zählen:

  • Die Spermienzahl muss ausreichend sein, diese müssen zudem beweglich und befruchtungsfähig sein. 
  • Der Eisprung der Frau muss stattfinden.
  • Die Eileiter müssen durchgängig sein.
  • Zur Einnistung des Embryos muss der Gebärmutterschleim gut aufgebaut sein, zudem müssen die Eileiter durchgängig sein.

Die Follikelreifung und der Zeitpunkt des Eisprungs können mit Hormonpräparaten beeinflusst werden. Die Eileiterdurchgängigkeit kann entweder durch eine Bauchspiegelung oder durch eine Eileiterdurchspülung (Hysterosalpingosonografie) unter Ultraschallkontrolle in unserer Praxis überprüft werden. Gerne beraten wir Sie in unserer Praxis ausführlich zu diesem Thema.

Zur Stimulierung der Eierstöcke können entweder Hormone durch Spritzen oder durch Tabletten verabreicht werden. Die Hormonstoffe regen die Follikelreifung im Eierstock und beeinflussen, wie bereits erwähnt, die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung der Eizellen an.

Wenn für einen Eingriff Samen benötigt wird (z.B. für eine Insemination oder eine IVF-Behandlung), empfehlen wir, für 2 bis 3 Tage vor dem Eingriff auf einen Samenerguss zu verzichten. Längere Enthaltsamkeit stellt kein Problem dar, während bei einem zu kurzen Enthaltsamkeitszeitraum möglicherweise nicht genügend Spermien vorhanden sind, um eine erfolgreiche Befruchtung zu ermöglichen. Die Qualität und Menge der vorhandenen Spermien im Ejakulat hängen zudem von verschiedenen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und Lebensstil ab.

Unmittelbar nach einer Insemination bleiben Sie für ca. 10 Minuten im Behandlungsraum liegen, sodass das Sperma in der Gebärmutter verbleibt und die Chance auf eine erfolgreiche Befruchtung erhöht wird. Danach können Sie aufstehen und sich ganz normal bewegen.

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